Nein zum grünen Kurzzeitvermietungs-Verbot

FDP und Pro Augsburg wenden sich gegen Forderungen der Grünen, in Augsburg die Kurzzeitvermietung von Wohnungen an Touristen zu verbieten. Die von den Grünen gewünschte Zweckentfremdungssatzung betreffe einen Bruchteil der in Augsburg existierenden Wohnungen. Der damit verbundene Verwaltungsaufwand und die Kosten seien aber erheblich.

„Augsburg hat ein Wohnungsproblem. Nicht nur für Geringverdiener, sondern auch für Menschen mit durchschnittlichem Einkommen sind Wohnungen fast unerschwinglich geworden“, so Iris Steiner, die gemeinsame OB-Kandidatin von FDP und Pro Augsburg. Deshalb sei wichtig, für mehr Wohnraum zu sorgen.

„Mehr Wohnraum entsteht aber nicht, indem man Kurzzeitvermietungen verbietet. Die Stadtverwaltung hat durch ein Gutachten nachgewiesen, dass in Augsburg gerade einmal 100 von 160.000 Wohnungen dauerhaft über Plattformen wie Airbnb angeboten werden. Das sind 0,06 Prozent“, so Steiner. „Dass die Grünen starr an ihrer Forderung festhalten, obwohl sie in der Sache widerlegt wurden, kann man nur ideologisch verbohrt nennen.“

Steiner verweist darauf, dass für die Überwachung des Verbots 6 neue Vollzeit-Stellen in der Verwaltung nötig wären. Die Personalkosten belaufen sich laut Gutachten auf 475.000 Euro jährlich. Diese Kosten stehen für FDP und Pro Augsburg in keinem Verhältnis zum erhofften Nutzen. „Wohnraum schaffen wir nicht mit Verboten und noch mehr Bürokratie.“

Um kurzfristig mehr Wohnungen entstehen zu lassen, wollen es FDP und Pro Augsburg einfacher machen, bestehende Wohngebäude aufzustocken. Außerdem soll die Stadt darauf hinwirken, Flachbauten von Supermärkten und die dazugehörigen Parkplatzflächen in Wohnanlagen umzuwandeln. Das Beispiel des Rewe-Markts am Jakobertor zeige, dass sich für die Betreiber wirtschaftlich lohne, Gewerbeflächen im Erdgeschoss und Parkplätze im Keller unterzubringen und die anderen Etagen für Wohnungen zu nutzen.


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