Arbeitskreis Soziales

Vorsitzender: Guido Immler
Kontakt: guido.immler@fdp-augsburg.de

Neues aus dem Arbeitskreis Soziales

Treffen des AK Soziales im Cafe Tür an Tür

Anwesende:

Guido Immler (Vorsitzender), Dr.med. Jürgen Geppert, (Stellvertreter), Carola Nagel – Knobloch, Susanne Lenk, Günther Lux, Mark Pätzold

Artikel zu unserem Treffen im Cafe „Tür an Tür“: 

Am Mittwoch, den 20. April traf sich der Arbeitskreis Soziales im Cafe „Tür an Tür“ in der Wertachstrasse 29, welches sich in den Räumen des ehemaligen Straßenbahndepot an der Wertachstraße befindet. Um zum Cafe „Tür an Tür“ zu gelangen kann man mit der Straßenbahn Linie 2 bis zur Haltestelle Senkelbach fahren, dann sind es noch einige Schritte und man steht im Hof vor dem Cafe. Dort liegt das  Cafe ein bisschen versteckt in einem Hof und im ersten Moment sieht es von außen auch aus wie eine Werkstatt. Vor dem Eingang stehen eine Menge Biergartenstühle und Tische und man findet dann schnell den Eingang. Wenn man das Cafe betritt spürt man gleich die freundliche Atmosphäre. Es ist mit einfachen  Holzstühlen und Tischen eingerichtet und es gibt selbstgebackenen Kuchen und Kaffee und Getränke. 

Im Cafe treffen sich Leute aus verschiedenen Kulturen. Manche möchten sich nur unterhalten möchten andere benötigen Information zu verschiedenen Themen, die Migranten und Geflüchtete betreffen. Es gibt Leute, die sich hier schon seit Jahren treffen. Jeder ist willkommen. Es ist ein multikultureller Treffpunkt mit sozialem Engagement.

Es arbeiten hier nur ehrenamtliche Mitarbeiter. Viele Ehrenamtliche sind Leute, die einfach helfen wollen und die ein bisschen Zeit in ihrem Leben übrig haben.  Diese Zeit wollen sie mit einer sinnvollen Aufgabe füllen. 

Neben dem Cafe „Tür an Tür“ befindet sich das Zentrum für interkulturelle Beratung, kurz genannt „ZIB“. Das Zentrum für interkulturelle Beratung berät Geflüchtete, Immigranten, Behörden, Unternehmen und Kommunen fachkundig. Das Cafe „Tür an Tür“ und das „ZIB“ gehören zusammen und bieten eine umfangreiche und breitgefächerte Unterstützung für Geflüchtete und ausländische Migranten an.  Der Bedarf an Unterstützung in diesem Bereich ist aus aktuellem Anlass sehr groß. 

Der Arbeitskreis Soziales der FDP wollte sich über diesen sozial engagierten Verein mit vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern informieren und hören welche Angebote es gibt, wo Unterstützung benötigt wird oder wo der Schuh drückt. Die meisten Geflüchteten kommen aus Ländern wie Afghanistan, Syrien und verschiedenen afrikanischen Staaten und seit dem Beginn des Ukraine Kriegs auch aus der Ukraine. Das größte Problem für diese Menschen ist die Sprachbarriere. Wer die deutsche Sprache nicht spricht und auch nicht versteht hat ein großes Problem. Wie soll er Formulare ausfüllen oder herausfinden auf welche Ämter er gehen muss.  Noch schwieriger wird es bei der Job- oder Wohnungssuche. Für die meisten Probleme oder Anliegen von Geflüchteten gibt es eine Unterstützung im Cafe „Tür an Tür“ und im „ZIB“.  Das Cafe „Tür an Tür“ selbst bietet vielfältige Angebote an. Es gibt Sprachkurse, Lesepatenschaften, Begleitung bei Behördengängen oder auch eine Unterstützung bei der Wohnungssuche. Es wird bei der Erstellung von Anschreiben oder einer Email an einen Vermieter geholfen und vieles mehr. Wer gerne Deutsch üben möchte, kann sich einfach mit jemanden im Cafe für eine Stunde verabreden, um Deutsch zu sprechen. Dabei sind auch schon Freundschaften und Backgammon Runden entstanden. Das Sprechen der deutschen Sprache öffnet die Türen zur Integration. Viele Geflüchtete bleiben länger in Deutschland, da eine Rückkehr gefährlich oder einfach unmöglich ist. Kommunikation ist deshalb eins der wichtigsten Themen. Die meisten Geflüchteten möchten möglichst schnell Deutsch lernen und nehmen die Angebote gerne an. Ein Beispiel dafür ist das schon lange bestehende „Lerncafé“, welches immer am Samstag stattfindet. In das „Lerncafe“ kann man ohne Anmeldung kommen und 2 Stunden Deutsch lernen. Wie alle anderen Angebote wird auch das „Lerncafé“ von ehrenamtlichen Personen durchgeführt. Jeder, der helfen oder lernen möchte, kann am Samstag dazu kommen und unterrichten oder lernen. Man muss sich nicht anmelden, es gibt keine Hürden. Es ist ein offenes Haus. Deshalb kann jeder, der gerne eine Unterstützung für Geflüchtete Personen leisten möchte, in das Cafe „Tür an Tür“ kommen und seine Unterstützung anbieten. Es gibt die Möglichkeit im Café mitzuarbeiten oder einfach zu kommen um sich mit jemanden unterhalten, der Gesprächsbedarf hat.Man kann Deutschunterricht geben oder Lesepate werden und vieles mehr. (Ein Lesepate liest z.B. gemeinsam mit einem Geflüchteten einen Text und unterstützt ihn bei der Aussprache.)

Ursprünglich wurde das Cafe „Tür an Tür“ eröffnet, um Personen, die auf einen Beratungstermin im „ZIB“ gewartet haben, eine Aufenthaltsmöglichkeit zu bieten, z.B. wenn es regnete oder schneite. Zwischenzeitlich hat es sich zu einem interkulturellen Treffpunkt entwickelt. Natürlich kann man im Cafe „Tür an Tür“ auch einfach einen Kaffee trinken gehen. Alle angebotenen Getränke oder Speisen im Cafe „Tür an Tür“ erhält man gegen eine freiwillige Spende. Jeder gibt was er kann oder geben möchte. So kann jeder hier eine Tasse Kaffee trinken, egal wie groß sein Geldbeutel ist. Wer kann gibt ein bisschen mehr und unterstützt damit den Verein. Seit dem Bestehen des Cafe waren schon 10 000 Besucher da. Daran kann man erkennen, dass der Bedarf sehr groß ist und welche Leistung der Verein erbringt. Der Verein lebt von Spenden und jede Spende ist natürlich willkommen. Das Cafe „Tür an Tür“ kann man auch für Geburtstagsfeiern oder ähnliches mieten und auch damit kann man den Verein unterstützen. 

Also überlegt beim nächsten runden Geburtstag, ob es nicht mal schön wäre, viele nette Freunde ins Cafe „Tür  an Tür“ einzuladen und zu feiern. Der Verein feiert im Mai 2022 sein 30-jähriges Jubiläum.    

Vielen Dank allen Beteiligten und Ehrenamtlichen für so viel soziales Engagement.