FDP Augsburg - Miriam Gruß: „Augsburg als Pilotkommune für Bildungskarte“

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  • Miriam Gruß: „Augsburg als Pilotkommune für Bildungskarte“

    (20.08.2010) Die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion nahm am Donnerstag an einem Gespräch mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen in Berlin teil. Dabei ging es um die konkrete Ausgestaltung der Bildungskarte.
    Gruß erklärte nach dem Gespräch, dass es Pilotkommunen geben wird und schlägt vor, dass sich Augsburg bereits jetzt vorbereitet, um die Chance zu bekommen, als Pilotkommune Erfahrung zu sammeln.

Die familienpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion nahm am Donnerstag an einem Gespräch mit Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen in Berlin teil. Dabei ging es um die konkrete Ausgestaltung der Bildungskarte.
Gruß erklärte nach dem Gespräch, dass es Pilotkommunen geben wird und schlägt vor, dass sich Augsburg bereits jetzt vorbereitet, um die Chance zu bekommen, als Pilotkommune Erfahrung zu sammeln. Gruß begrüßt ausdrücklich die Einführung einer solchen Bildungskarte. „Die Leistungen kommen so ausschließlich den Kindern zugute. Der Bedarf für Bildungs- und Betreuungsleistungen ist da und die Erfahrungen aus Recklinghausen und Stuttgart zeigen, dass eine Karte sehr gut funktioniert“, so Gruß nach dem Gespräch. Neu soll sein, dass Mitarbeiter der Jobcenter als so genannte Familienlotsen eingesetzt werden sollen, die die Strukturen vor Ort kennen und eine Scharnierfunktion einnehmen.
Bereits heute würden Kinder aus bedürftigen Familien stigmatisiert, so Gruß. „Die Karte wäre eine Möglichkeit, dies endlich abzuschaffen.“ Dafür muss sie mittelfristig allen Kindern zur Verfügung gestellt werden. In einen ersten Schritt gilt es insbesondere die Kinder in den Blick zu nehmen, deren Familien an den unteren Einkommensgrenze angesiedelt sind, aber keine Hartz-IV-Leistungen bekommen. Wichtig sei zudem, so die Augsburger FDP-Chefin im Gespräch mit von der Leyen, dass die verschiedenen Anbieter von Musik-, Betreuungs- oder Sport-Einrichtungen zertifiziert werden. „Durch eine Zertifizierung können wir unter anderem verhindern, dass zum Beispiel rechts- oder linksextremistische Vereine Geld erhalten. Solche Vereine dürfen auf keinen Fall über die Bildungskarte Leistungen bekommen.“ Die FDP fordert seit langem die Einführung eines Gutscheinsystems zur Verbesserung der Bildungs- und Teilhabechancen von Kindern in Deutschland. Die Karte wäre dafür ein ideales Vehikel.

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